Ankern in der NLP Ausbildung

24. Juli 2018 | ihmotion stories

Erfahrungsbericht zur NLP Practitioner Ausbildung

Modul 2 – Repräsentationssysteme, Ankern, Wahrnehmungspositionen

Schon das gesamte erste Kurswochenende über hatten wir wild spekuliert, ob wir eher der visuelle, der auditive oder der kinästhetische Typ sind und wie stark unsere olfaktorischen und gustatorischen Sinneswahrnehmungen ausgeprägt sind. Wir durften gegenseitig unsere Augenzugangshinweise und Sprachmuster analysieren und mithilfe dieser Repräsentationssysteme unserem so genannten „VAKOG“-Typ auf die Spur kommen.

Vorbehalte gegenüber dem Ankern

Gegenüber dem Ankern hatte ich große Vorbehalte. Aufgrund meiner bisherigen Vorerfahrungen mit NLP hielt ich diese Technik mehr für esoterisches Schischi als für ein funktionierendes Tool fürs Business. Beim Ankern geht es darum, sich eine Kraftressource, also eine besonders starke positive Emotion, innerlich aufzurufen und diese so mit einer Geste oder einem Gegenstand zu verknüpfen, dass ich sie jederzeit wieder in mein Bewusstsein holen kann, wenn ich sie brauche. So kann ich mir zum Beispiel eine Situation in Erinnerung rufen, in der ich besonders entspannt und gelassen war. Diese verbinde ich dann kinästhetisch mit einer ganz bestimmten Berührung, z. B. meines rechten Zeigefingers in meiner linken Handfläche. In der nächsten Stresssituation hole ich mir durch Wiederholung genau dieser Berührung meine Kraftressource „Gelassenheit“ zurück, da ich innerlich in den positiven Zustand der Entspannung zurückversetzt werde und dadurch besser mit dem Stress umgehen kann. Tatsächlich habe ich es diesmal geschafft, gemeinsam mit meinen beiden Übungspartnerinnen einen sehr wertvollen Anker für mich zu kreieren (der mir übrigens seitdem schon oft geholfen und meine Vorbehalte in Luft aufgelöst hat). Vertieft wurde diese Methode beim anschließenden „Circle of Excellence“, einem Bodenanker als wirkungsvolles Mittel gegen Anspannung vor Präsentationen oder Lampenfieber.

Die Wahrnehmungspositionen

Ein echtes Aha-Erlebnis bescherten uns schließlich noch die Wahrnehmungspositionen: Bei dieser Methode coacht eine Teilnehmerin eine andere in einem bestimmten Konflikt mit einer Person in ihrem Leben. Mithilfe von sog. Bodenankern (Namenszetteln, die auf dem Boden liegen) nahm ich nach Anweisung zunächst meine eigene Position und dann die der Person ein, mit der ich aktuell im Konflikt stehe. Erstaunlicherweise kamen auf jedem der Zettel sofort ganz unterschiedliche Emotionen in mir hoch. Ich hatte wirklich das Gefühl, plötzlich in der Haut der anderen Person zu stecken und den Konflikt ganz aus deren Brille erleben zu können. Selbst meine Körperhaltung und meine Stimme veränderten sich, je nachdem, auf welchem Zettel ich gerade stand, und in der Rolle meines Konfliktpartners liefen mir sogar Tränen übers Gesicht. In der dritten Position, der des neutralen Beobachters, sollte ich den Konflikt schließlich völlig wertfrei aus dessen außenstehender Perspektive kommentieren und erste Lösungsansätze liefern. Gar nicht so einfach! Diese Übung war für mich dennoch die aufschlussreichste an diesem Wochenende. Ich hätte nie gedacht, dass ich all diese Positionen so deutlich in mir nachempfinden und ganz in eine andere Person eintauchen kann.

Beim Ankern geht es darum, sich eine Kraftressource, also eine besonders starke positive Emotion, innerlich aufzurufen.

Stephanie Werner

Stephanie Werner

Teilnehmerin NLP für Frauen

Als Personalreferentin hat sie tagtäglich mit den unterschiedlichsten Menschen zu tun – und damit die Möglichkeit, das erlernte NLP-Wissen gleich praktisch im Business anzuwenden. Ihr Fazit: „NLP für Frauen hat mir neue Perspektiven auf mich und meine Mitmenschen eröffnet und mich persönlich weitergebracht – beruflich und privat.“

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